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DSGVO – Fluch oder Segen?

„DSGVO“ – ob Fluch oder Segen, lässt sich aktuell noch nicht abschätzen. Würde man mich spontan fragen, wäre es wohl unreflektiert „Fluch“. Der Aufwand, der hinter der Implementierung steckt, ist beeindruckend: gilt es nicht nur jeden einzelnen Geschäftsprozess zu durchleuchten und gegebenenfalls entsprechend zu dokumentieren, muss auch gleichzeitig jeder Mitarbeiter auf das Thema sensibilisiert werden.

Klar, Datenschutz ist wichtig – was aber steckt genau dahinter? Welche Daten unterliegen dem Datenschutz? Welche Informationen sind „schützenswürdig“? Sind es nur die XLS-Listen, die wir von unseren Kunden für Mailings zur Verfügung gestellt bekommen oder auch die Druckdaten von Visitenkarten? Immerhin ist über eine Visitenkarte ein direkter Bezug auf eine natürliche Person möglich. Setzt man sich also etwas mehr mit diesem Thema auseinander, stellt man fest, dass wie sooft die Herausforderung im Detail liegt.

Prozessimplementierung ist nur die halbe Wahrheit

Zugegebenermaßen ist das Bild, das wir für diesen Blog verwendet haben, ein MockUp. Das Datenschutz-Handbuch ist deutlich dünner ausgefallen – dennoch umfasst es gut 35 Seiten. Jeder noch so vernünftig definierte Prozess steht und fällt mit dem Verständis, die jene Person dafür aufbringt, die ihn ausführen soll. Es war mir daher ein besonderes Anliegen, den wunderkindern eine Guideline in die Hände zu geben, mit der sie sich möglichst rasch und effizient in das Thema einarbeiten können.

Blendet man den unternehmerischen Mehraufwand aus, der durch das Inkrafttreten der DSGVO am 25.05.2018 verursacht wird, und fokussiert man sich nur auf den Kerngedanken, welche rechtlichen Rahmenbedingungen die Grundverordnung schaffen wird, relativiert sich der Blick. Der „Fluch“ wird vielleicht nicht gleich zum „Segen“, doch kann kaum bestritten werden, dass in einer Zeit, in der die Digitalisierung – und damit die Datenverarbeitung – voranschreitet, auch die Spielregeln wie wir mit Daten zukünftig umgehen, neu gedacht werden müssen.