Verpackung ist also so lange gut und wichtig, solange sie das Produkt schützt. Was aber, wenn wir das Produkt konsumiert haben? Dann wird die Verpackung plötzlich zum Problem. Tatsächlich wird sie dies allerdings nur dann, wenn wir Verpackung als Müll und nicht als Wertstoff verstehen.
Klar, Verpackung vermeiden soweit es geht, ist ein frommer und guter Ansatz. Die Realität zeigt uns, dass es aber so einfach nicht ist und wir gänzlich ohne Verpackung nicht auskommen werden. Die logische Konsequenz: wenn Verpackung zum Einsatz kommt, dann primär aus Materialien, die im Sinne einer Wertstoffkette recycelt werden können.
Weißblech stellt dabei ein ganz besonderes Verpackungsmaterial dar. Zum einen ist es ein sehr vielfältiger Packstoff, der bei Nahrungs- und Genussmitteln ebenso zum Einsatz kommt wie im Bereich der chemisch-technischen Füllmittel wie Farben und Lacke. Zum anderen lässt sich Weißblech zu 100 % rezyklieren: es lässt sich unendlich oft der Wertstoffkette ohne Qualitätseinbußen zuführen.
2018 lag die Recyclingrate für Weißblech europaweit bei 79,5 % und stellt damit das am meisten recycelte Verpackungsmaterial dar.
Nun ist die Herstellung von Stahl nicht zwingend ressourcenschonend, allerdings die Auswirkung, die sich durch das Recycling ergibt: in den letzten 40 Jahren konnten die CO2-Emissionswerte halbiert werden und die Energieeinsparung lag bei 30%. (Quelle)
– Tom Maderthaner